Ihre Steuererklärung und die Behörden bringen Sie auf die Palme? Sie wollen sich weder mit KeSt, KöSt noch USt abgeben? Sie sprechen kein juristisch und waren noch nie ein Zahlentyp?
Kurz: Sie wollen raus aus dem Paragraphen-Dschungel?


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Auch Vereine funktionieren wie kleine Unternehmen, oft jedoch mit wenig Zeit oder Personal für saubere Finanzen.
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Jahresüberblick
Die folgenden Abgaben und Meldungen begleiten Unternehmer, Selbständige und Vereine das ganze Jahr über in einem fixen Rhythmus. In unseren monatlichen Steuer-News erinnern wir Sie zusätzlich an die jeweils konkret im Monat fälligen Termine.
Abgaben pro Monat für Unternehmen und Unternehmer: fällig bis 15.
Abgaben pro Monat für Arbeitgeber (Unternehmen, Selbständige mit Dienstnehmern, Vereine mit Dienstnehmern): fällig bis 15.
Abgaben pro Quartal für Unternehmer, Selbständige und Vereine: typische Fälligkeit Mitte Februar, Mai, August und November
Service-Hinweis: Falls Sie uns mit der laufenden steuerlichen Betreuung beauftragt haben, kümmern wir uns selbstverständlich um die fristgerechte Erledigung Ihrer Abgaben.
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Oktober 2026
Ab 2027 wird die Weiterarbeit nach Erreichen des gesetzlichen Pensionsalters steuerlich attraktiver: Für Einkünfte aus selbständiger Arbeit kommt ein sogenannter Aktivitätsfreibetrag. Dieser mindert die steuerpflichtigen Einkünfte aus der selbständigen Tätigkeit, nicht aber andere Einkunftsarten.
Der Aktivitätsfreibetrag ist auf 1.250 Euro pro Monat bzw. 15.000 Euro pro Jahr begrenzt und richtet sich an Personen, die:
mit Stichtag 1.1.2027 das gesetzliche Pensionsalter erreicht haben (Frauen 62 Jahre, Männer 65 Jahre)
weiterhin selbständig tätig sind und daraus Einkünfte erzielen
Wichtig: Entscheidend ist das gesetzliche Pensionsalter, nicht der Zeitpunkt, zu dem Sie tatsächlich in Pension gegangen sind. Beziehen Sie etwa bereits eine Sonderpension, steht Ihnen der Aktivitätsfreibetrag dennoch erst ab Erreichen des gesetzlichen Regelpensionsalters zu (derzeit 65 Jahre für Männer; bei Frauen mit stufenweiser Anhebung des gesetzlichen Pensionsalters je nach Geburtsjahrgang)
Beispiel: Erreicht eine Frau mit Stichtag 1.1.2027 das gesetzliche Pensionsalter (etwa 62 Jahre nach der jeweils geltenden Übergangsregelung), kann sie für ab 2027 erzielte Einkünfte aus selbständiger Arbeit den Freibetrag nutzen.
Hinweis: Der Aktivitätsfreibetrag betrifft die Einkommensteuer, nicht automatisch die Sozialversicherung. Ob und in welchem Ausmaß Sozialversicherungsbeiträge (SVS) anfallen, richtet sich nach den jeweils geltenden sozialversicherungsrechtlichen Regelungen.
Was ist jetzt zu tun?
Die in den Medien derzeit viel diskutierte „Paketsteuer“ ist keine neue Steuer im eigentlichen Sinn. Gemeint sind in erster Linie Bearbeitungsentgelte, die Paketdienste (z.B. Post, DHL, DPD oder Versanddienstleister großer Online-Plattformen) für die Zoll- und Steuerabwicklung verrechnen.
Dazu zählen etwa Abfertigungs‑, Vorlage- oder Zollabwicklungsgebühren. Diese Entgelte können sowohl bei Privatpersonen als auch bei Unternehmen als Empfänger eines Pakets anfallen.
Davon unberührt bleiben die bereits bisher bestehenden Abgaben im Zusammenhang mit dem grenzüberschreitenden Paketversand, insbesondere die Einfuhrumsatzsteuer und gegebenenfalls anfallende Zölle.
Für Privatpersonen stellen diese Beträge eine volle Kostenbelastung dar. Unternehmen können die Einfuhrumsatzsteuer – sofern die allgemeinen Voraussetzungen vorliegen – als Vorsteuer geltend machen; Zölle und Bearbeitungsentgelte können als Betriebsausgaben berücksichtigt werden.
Solche Einfuhrabgaben und die genannten Bearbeitungsentgelte fallen typischerweise bei Sendungen aus Nicht‑EU‑Ländern (Drittländern) an. Bei Bestellungen innerhalb der EU gibt es grundsätzlich keine Einfuhrumsatzsteuer und keine Zölle, sodass in diesen Fällen in der Regel auch keine derartigen Zusatzentgelte für Zollabwicklung anfallen.
Für Unternehmer, Selbständige und Vereine mit wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb sind folgende Punkte wichtig:
Preise inklusive aller Nebenkosten kalkulieren (Zoll, EUSt, Entgelte)
prüfen, ob sich eine Beschaffung über EU-Lager oder EU-Händler wirtschaftlich eher lohnt
gegebenenfalls mit dem Steuerberater klären, wie die Einfuhrabgaben korrekt verbucht und in der UVA berücksichtigt werden.
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September 2026
Vorsteuererstattung im EU-Ausland für 2025: Wichtiger Stichtag am 30. September 2026
Für Unternehmer, die im Jahr 2025 im EU-Ausland Vorsteuern bezahlt haben (z.B. auf Hotel, Messen, Kongresse, Mietwagen, Treibstoff, Dienstleistungen), ist der 30. September 2026 ein zentraler Termin:
Wer ist betroffen?
Österreichische Unternehmer, die in einem anderen EU-Mitgliedstaat Leistungen bezogen und dort mit ausländischer Umsatzsteuer belastet wurden. Die Unternehmer hatten im betreffenden Staat keine umsatzsteuerliche Registrierung bzw. dort keine steuerpflichtigen Umsätze zu erklären.
Was ist zu tun?
Praktische Hinweise
Insbesondere bei größeren Beträgen empfiehlt sich eine vorherige Abstimmung mit dem steuerlichen Vertreter, um Formfehler zu vermeiden.
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August 2026
Wer Euro gegen eine virtuelle Währung tauscht, die nur in einem bestimmten Online-Spiel verwendet werden kann, muss dafür grundsätzlich Umsatzsteuer zahlen. Nach Ansicht des Europäischen Gerichtshofs handelt es sich dabei weder um einen steuerfreien Geldtausch noch um den Verkauf eines Gutscheins.
Typische Beispiele sind virtuelle Währungen in Spielen wie Fortnite (V-Bucks), Roblox (Robux), League of Legends (Riot Points) oder EA Sports FC (FC Points). Da diese Währungen ausschließlich innerhalb des jeweiligen Spiels verwendet werden können, gelten sie umsatzsteuerlich weder als Zahlungsmittel noch als Gutscheine.
Der Umtausch von Euro in eine solche Spielwährung ist daher nicht von der Umsatzsteuer befreit. Auch die Regelungen für Gutscheine kommen nicht zur Anwendung. Stattdessen ist auf diese Umsätze die Umsatzsteuer nach den allgemeinen Vorschriften zu berechnen.
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Juli 2026
Der Nationalrat hat am 8. Juli 2026 das Budgetbegleitgesetz 2027/2028 beschlossen. Es bringt zahlreiche Änderungen für Privatpersonen und Unternehmen.
Relevant für Privatpersonen:
Familienbonus Plus: Nach dem vierten Geburtstag eines Kindes wird der Familienbonus Plus künftig je zur Hälfte auf beide Elternteile aufgeteilt.
Arbeitslosenversicherung: Die Beiträge für Geringverdiener werden schrittweise erhöht.
Relevant für Unternehmen:
Neue Paketsteuer: Für große Versandhändler wird eine Abgabe von 2 Euro pro Paket eingeführt.
Entlastung bei den Lohnnebenkosten: Ab 2028 werden die Beiträge zum Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) gesenkt.
Höhere Körperschaftsteuer: Für Unternehmensgewinne ab 1 Mio. Euro steigt der Körperschaftsteuersatz auf 24 %.
Fazit:
Mit dem Budgetbegleitgesetz werden einerseits neue Abgaben eingeführt und einzelne Steuerbelastungen erhöht, andererseits sind auch Entlastungsmaßnahmen – insbesondere für Unternehmen ab 2028 – vorgesehen. Betroffene Unternehmen und Privatpersonen sollten die Änderungen rechtzeitig in ihre Planungen einbeziehen.
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Juni 2026
Das Finanzministerium (BMF) hat den Service zur Übermittlung von Bilanzen über FinanzOnline (E-Bilanz im XML-Format) mit 2.6.2026 eingestellt. Eine elektronische Einreichung von Bilanzen in diesem Format ist daher aktuell nicht mehr möglich. Als Gründe für die Einstellung werden die veraltete technische Struktur sowie die zuletzt nur geringe Nutzung dieses Services genannt. Derzeit wird an einer alternativen Lösung gearbeitet, konkrete Details dazu liegen jedoch noch nicht vor.
Wie können Bilanzen derzeit übermittelt werden?
Bis zur Einführung einer neuen Lösung besteht weiterhin die Möglichkeit, Bilanzen in Form eines PDFs an das Finanzamt zu übermitteln. Dies erfolgt über die Funktion „Nachreichen von Unterlagen zu Jahressteuererklärungen“ in FinanzOnline. Wichtig ist dabei, dass die Übermittlung zeitnah zur Einreichung der jeweiligen Steuererklärungen erfolgt.
Fazit
Für die Praxis bedeutet dies vorerst eine Umstellung auf die PDF-Übermittlung. Sobald eine neue elektronische Lösung zur Verfügung steht, ist mit weiteren Informationen seitens des BMF zu rechnen.
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Mai 2026
Mit 1.7.2026 wird für bestimmte Nahrungsmittel (zB Brot, Butter oder Gemüse) ein neuer ermäßigter Umsatzsteuersatz von 4,9% eingeführt. Neben der inhaltlichen Komplexität bringt dies auch technische Herausforderungen – insbesondere für Registrierkassen. Unternehmen sollten daher zeitnah handeln.
Komplexe Abgrenzung im Detail
Der neue Steuersatz gilt für ausgewählte Nahrungsmittel gemäß der Kombinierten Nomenklatur (KN), etwa für Brot, Butter oder Gemüse. Die Einstufung ist jedoch keineswegs trivial: So kann bei Laugengebäck etwa der Fettgehalt der Trockenmasse darüber entscheiden, ob 4,9% zur Anwendung kommen. Der Steuersatz hängt damit faktisch von Rezeptur und Analyse ab.
Auch zusammengesetzte Produkte sorgen für Abgrenzungsprobleme. Laut BMF-Information unterliegt beispielsweise eine frisch zubereitete Wurstsemmel einheitlich dem Steuersatz von 10%, selbst wenn die Einzelbestandteile getrennt ausgewiesen werden. Gleiches gilt für die Buttersemmel: Obwohl Butter und Semmel für sich betrachtet begünstigt wären, kommt insgesamt kein 4,9%-Satz zur Anwendung.
Zusätzlich ist klargestellt, dass Restaurationsumsätze vom ermäßigten Steuersatz ausgeschlossen sind. Wird ein Gebäckstück über die Theke verkauft, liegt eine begünstigte Lieferung vor. Erfolgt jedoch ein Verzehr vor Ort – etwa gemeinsam mit Kaffee an einem Stehtisch –, ist die gesamte Leistung als Restaurationsumsatz mit 10% zu versteuern.
Technische Herausforderungen für Registrierkassen
Die RKSV kennt bislang keinen dritten ermäßigten Steuersatz neben 10% und 13%.
Erstmals handelt es sich um einen nicht ganzzahligen Steuersatz, während bisher häufig mit ganzzahligen Datentypen gearbeitet wurde.
Kassensoftware, QR-Code-Zuordnungen sowie Beleg- und Formularlayouts müssen angepasst werden.
Rundungsfragen können auftreten, etwa bei der Darstellung auf dem Kassenbon.
Diese Anpassungen betreffen in vielen Fällen direkt die Kassenhersteller und sollten frühzeitig abgestimmt werden, da die kurze Umsetzungsfrist bis zum 01.07.2026 zu Engpässen führen kann.
Unterschiedliche Steuersätze für denselben Artikel
Eine weitere Herausforderung ergibt sich daraus, dass ein und derselbe Artikel unterschiedlichen Steuersätzen unterliegen kann. Ein typisches Beispiel ist die Semmel: Wird sie über die Theke verkauft, können 4,9% gelten, beim Verzehr vor Ort hingegen 10%.
Bisher bestand meist eine eindeutige Zuordnung zwischen Artikel und Steuersatz. Künftig sind flexiblere Lösungen erforderlich. Eine Möglichkeit wäre die Anlage separater Artikel (zB „Semmel zum Mitnehmen“ und „Semmel zum Verzehr vor Ort“). Bei lagergeführten Waren kann dies jedoch zu Problemen führen, da Bestände zusammengeführt werden müssen.
Alternativ müsste das Kassensystem in der Lage sein, beim Verkauf desselben Artikels unterschiedliche Steuersätze zuzuordnen. Diese Funktion ist derzeit nicht in allen Systemen vorhanden. Betroffene Unternehmen sollten daher rechtzeitig prüfen, ob ihre Kassensoftware diese Anforderungen erfüllt – andernfalls kann eine Umstellung notwendig werden.
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Mai 2026
Am 15. Juni 2026 sind folgende Abgaben fällig:
Umsatzsteuer, Vorauszahlung für April 2026
Werbeabgabe für April 2026
Digitalsteuer vom Entgelt für Onlinewerbung für April 2026
Lohnsteuer für Mai 2026
Dienstgeberbeitrag zum Ausgleichsfonds für Familienbeihilfen für Mai 2026
Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag für Mai 2026
Kommunalsteuer für Mai 2026
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März 2026
Gute Nachrichten für Unternehmensgründer:innen: Der Gründerbonus der Kammer der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen wurde von bisher 200 Euro auf 250 Euro erhöht.
Beantragung unter www.gründerbonus.at
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März 2026
Bundesgesetz zur Änderung des Umsatzsteuergesetzes 1994
Mit dieser Gesetzesnovelle soll die von den Regierungsparteien beschlossene Senkung der Umsatzsteuer ab 1. Juli 2026 auf ausgewählte Grundnahrungsmittel umgesetzt werden.
Änderung der Registierkassensicherheitsverordnung
Durch die Änderungen der Registrierkassensicherheitsverordnung sollen die technischen Sicherheitseinrichtungen in Registrierkassen an den neuen USt-Satz iHv 4,9% angepasst werden.
Die Begutachtung und die Finalfassungen sind abzuwarten.
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